Heimatverein Angelbachtal e.V.

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Historischer Streifzug durch

Angelbachtal

Die Gemeinde Angelbachtal ist eine noch relativ  junge Gemeinde und entstand im Zuge der Gemeindereform im Jahre 1972 durch den freiwilligen Zusammenschluss von Eichtersheim und Michelfeld.


 Beide Orte, die eine mehr als 1000jährige Geschichte haben, wurden Mitte des 9. Jahrhunderts im Lorscher Codex urkundlich erwähnt. Dieses Datum ist jedoch nicht mit dem Gründungsjahr gleichzusetzen, das viel früher liegen dürfte. Gelegentliche Gräberfunde in beiden Orten haben den Beweis erbracht, dass schon in der LaTène-Zeit (500 v.Chr.) hier Menschen gewohnt haben. Die früheren Ortsnamen weisen auf günstige Voraussetzungen für den Ackerbau und die Viehzucht hin.


Michelfeld:    


Alte Ortsbeschreibungen weisen darauf hin, dass dieses Dorf von alters her einen eigenen Adel auf seiner Gemarkung wohnen hatte. Den größten Teil der Michelfelder Gemarkung aber verwaltete die Familie von Gemmingen als Katzenelnbogisches Lehen, das heißt, als Lehen der Landgrafen von Hessen.  Wahrscheinlich bestand in Michelfeld eine Wasserburg, die während des 30-jährigen Krieges, vermutlich in den Jahren 1634 und 1635 durch Brand zerstört wurde. Das heute noch erhaltene und in Privathand befindliche Schloss wurde durch die Herren von Gemmingen-Hornberg im Jahre 1753 erbaut. 


Bedeutendes geschichtliches Datum war für die Michelfelder die Einführung der Reformation im Jahre 1525 durch Herrn Weyrich von Gemmingen.


Eichtersheim:


Gegen 1200 gehörte das Dorf Eichtersheim den Rittern von Steinach. Als später die Adeligen im Kraichgau reichsunmittelbar wurden und ihren Ritterkanton Kraichgau bildeten, übten die Freiherren von Venningen die Grundherrschaft über Eichtersheim aus.


In der Zeit um 1525 wurde auch in Eichtersheim  durch die Grundherren die Reformation eingeführt. Nach dem  30-jährigen Krieg kehrten auf den Kurfürstenthron in Heidelberg Angehörige einer katholischen Kurpfalzlinie zurück. Da die Herren von Venningen auch Hofämter in Heidelberg bekleideten, führten sie kurz nach 1700 wieder den katholischen Glauben ein.



Die alte Synagoge hat die Wirren des Dritten Reiches relativ unbeschadet überstanden. Die Rundbogenfenster sind noch deutlich zu sehen. Der Innenraum des sich in Privatbesitz befindlichen Gebäudes ist nach altem Vorbild wieder restauriert.

Vorbildlich sanierter Straßenzug mit gut erhaltenen 

Torbogen– Gebäuden aus der Barockzeit. Besonders 

bemerkenswert: Der alte Gutshof aus dem 

Jahre1768, der jetzt als Seniorenstift genutzt wird 

und das alte Rathaus

1773 wurde das "Rathaus" von den Freiherren 

von Venningen erbaut. Noch heute schmückt 

deren Wappen das Eingangsportal. Das 

Gebäude diente den Grundherren auch als 

Gefängnis.     Dem alten Rathaus gegenüber 

steht  das ehemalige Pfarrhaus.

Die Evangelische Kirche wurde 1790 erbaut. Um 1882 musste der Glockenturm abgebrochen werden, da er sich stark zur Straße neigte. 1886 wurde er in seiner heutigen Form erstellt. Die älteste Glocke stammt noch aus dem Jahre 1506.

Heckerplatz: Neben dem Geburtshaus des 

badischen Revolutionärs und Freiheitskämpfers 

Friedrich Hecker steht die ehemalige Schlosskirche der Familie von Venningen. Sie ist seit 1978 im Besitz der Künstler Prof. Jürgen und Christa Goertz.


Direkt am Hecker-Platz ist auch der Marstall der früheren Schlossbesitzer.

Das Schloss Eichtersheim wurde von den Freiherrn von Venningen im 16. Jahrhundert erbaut. Es ist rings von einem Schlossteich umgeben, über den eine Sandsteinbrücke führt. Das Wasserschloss liegt inmitten eines historischen Schlossparks mit altem Baumbestand und botanischen Raritäten. Seit 1980 ist im Schloss das Rathaus der Gemeinde eingerichtet. 

In Michelfeld bestand wahrscheinlich eine Wasserburg, die während des 30-jährigen Krieges vermutlich 1634 und 1635 durch Brand zerstört wurde. Das Schloss wurde durch die Herren von Gemmingen-Horn­berg im Jahre 1753 erbaut und hatte damals einen Wassergraben. Es diente lange Jahre als Stammsitz der Grundherrschaft.


Die Evangelische Kirche in Michelfeld wurde 1767-86 als Nachfolgebau der baufällig gewordenen Vorgängerkirche errichtet. Das Langschiff wurde von der Kirchengemeinde erstellt, während für den Turm der Baron von Gemmingen baupflichtig war. Am Eingangsportal das hessische Wappen und am Seiteneingang das Michelfelder Gemeindewappen.      



Norbert Hinzmann

E-Mail:info@heimatverein-angelbachtal.de